Paronychie: Wenn der Nagelwall entzündet ist
Paronychie ist eine Entzündung des Nagelwalls, die sich unbehandelt zu einem Panaritium an Fingern oder Zehen entwickeln kann. Diese Nagelbettentzündung gehört zu den häufigsten Infektionen und tritt häufiger bei Frauen auf.
Eine Folge der Paronychie ist ein Panaritium. Das ist eine unspezifische, eitrige Entzündung der Finger oder Zehen, die sich aus einer unbehandelten Paronychie entwickeln kann. Um dies zu vermeiden, sollten einige vorbeugende Maßnahmen beachtet werden.

Wie entsteht eine Paronychie?
Zum Beispiel eine selbst durchgeführte Maniküre oder Pediküre kann kleine Verletzungen an den Nägeln verursachen. Durch diese offenen Stellen können Bakterien, Pilze oder Viren eindringen und eine Infektion hervorrufen.
Regelmäßiges Eincremen der Nägel und Nagelhaut
Nägel nicht rund schneiden, sondern gerade
Feuchte Umgebung vermeiden
Aggressive Maniküre oder Pediküre unterlassen
Das Nagelhäutchen nicht abschneiden
Lauwarme Hand- oder Fußbäder mit aufgelöster Kernseife oder entzündungshemmender Lösung
Auftragen eines Antiseptikums zur Vermeidung einer Wundinfektion
Hochlagern der betroffenen Finger oder Zehen, ggf. mit kleinen Schienen ruhigstellen
Kühlende Umschläge zur Linderung der Schwellung
Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen bei starken Schmerzen
Wunden nach der Reinigung mit einem polsternden Wundverband versorgen
Druck durch enge oder harte Schuhe vermeiden
Symptome abklären lassen
Dieser Blogbeitrag über Paronychie und Therapiemöglichkeiten dient lediglich Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Diagnose.
Für weitere Informationen und bei individuellen Fragen stehen wir dir in unserer Dermatologie in Ruhpolding gerne zur Verfügung!

Autor
Dr. med. Torsten Hahne
Angestellter Facharzt Dermatologie / Allergologie / Venerologie
Vereinbare noch heute einen Termin über unsere Online-Rezeption.